Das perfekte Shooting Licht

Wann ist die beste Zeit zum fotografieren?

Oder warum ich keine Shootings zur Mittagszeit anbiete

Weshalb Fotografen direktes Sonnenlicht vermeiden

Ja richtig gelesen. Die meisten Fotografen, und da zähle ich mich auch zu, verfluchen (mit Ausnahmen) die Sonne. Doch wieso ist das so? Das ist ganz leicht erklärt. Haltet doch mal die Taschenlampe eures Handys senkrecht über euch. Ihr werdet sehen, dass euer Shooting Licht unvorteilhafte Schatten wirft. Es entstehen dunkle Schatten unter den Augen, Unreinheiten werden betont, Falten wirken tiefer und generell wirkt das Licht äußerst harsch. Dieses unschöne Licht haben wir tagsüber zur Mittagszeit, wenn die Sonne eher senkrecht zur Erde steht.

Die goldene Stunde

Habt ihr schonmal von der goldenen Stunde gehört? In der Fotografie wird damit die Zeitspanne kurz nach dem Sonnenaufgang und kurz vor dem Sonnenuntergang bezeichnet und sie beträgt in etwa eine Stunde. Doch Fotografen aufgepasst! In dieser Zeit müssen unsere Kameras einen sehr hohen Dynamikumfang leisten können. Das heißt die Helligkeitsdifferenzen zwischen dem hellsten Punkt im Bild und dem dunkelsten Punkt sind sehr groß. Abendliche Gegenlichtaufnahmen fordern daher ein sehr gutes Equipment, Know-How und eine gekonnte Nachbearbeitung.

Wann ist denn die beste Zeit für unser Fotoshooting?

Doch zurück zum Punkt. Da die meisten morgens keine Zeit haben oder verständlicherweise nicht so früh aufstehen möchten (Ich bin sowieso ein Morgenmuffel 😉 ), plane ich meine Shootings ca. 2 Stunden bevor die Sonne untergeht ein. Die Uhrzeit variiert dann je nach Jahreszeit. An bewölkten Tagen oder im Winter darf es auch schon früher sein, da mir die Wolken als natürlicher Diffusor dienen. In dieser Zeit ist das Shooting Licht sehr weich und schmeichelt unseren Gesichtszügen. Nähern wir uns dem Sonnenuntergang erhalten wir dieses wahnsinnig schöne warme Licht, welches besonders stimmungsvoll ist und ein Leuchten auf den Fotos erzeugt.

Wenn es aber nur zur Mittagszeit geht?

In der Regel findet man immer einen Tag an dem es funktioniert, denn ich möchte euch auch die Bilder liefern können, die ihr auf meiner Webseite seht. Wenn es jedoch absolut nicht machbar ist, versuchen wir einen bewölkten Tag zu erwischen oder wir müssen in den Schatten ausweichen. Es ist natürlich nicht unmöglich, aber die Ergebnisse sind nicht dieselben, wie bei Abend- oder Morgenlicht.

Hier hänge ich euch mal zwei Bilder an, die am selben Tag, aber zu unterschiedlichen Tageszeiten entstanden sind. Für den besseren Vergleich, habe ich beide Bilder weitestgehend unbearbeitet gelassen:

Shooting Licht
Hier seht ihr insbesondere unter dem Häuschen einen besonders harten Schatten. Ebenso sind die Kontraste links in den Bäumen sehr stark und der Hintergrund wirkt ausgeblichen. Stellt euch nun vor, dass diese harten Schatten unter euren Augen bzw. generell unter jeder Unebenheit eurer Haut bei direktem Sonnenlicht auf den Fotos sichtbar werden.
Shooting Licht
Dieses Bild ist bei Abendlicht entstanden und die Schatten sind wesentlich weicher. Darüber kommen die Details in den Bergen und Bäumen besser zur Geltung.

Ich hoffe, ich konnte euch hiermit einen kleinen Einblick in die Lichtmalerei der Fotografie geben und weshalb die richtige Uhrzeit das und A und O ist, damit am Ende tolle Bilder entstehen!

Falls ihr an einem Shooting bei mir interessiert seid, könnt ihr mir hier gerne eine Anfrage schicken. Ich freue mich auf euch!

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